Der Osten Kretas Teil 2 – Städte

Von den Stränden rund um den berühmten Vai-Beach haben wir das letzte Mal berichtet. Jetzt wollen wir uns den Städten widmen. Die größeren sind: Ierapetra, Sitia, Agios Nikolaos und, zwar nicht besonders groß, aber weil es unsere Basis war, eine Erwähnung Wert: Palekastro.

 

Ierapetra ist eine recht typische größere Stadt Kretas. Eine etwas chaotische Verkehrsführung führt durch die Stadt in Richtung Hafen / Promenade. Man kann dort dann auch kostenlos am Hafen parken und die Promenade entlang schlendern. Überall wird natürlich auf die Überfahrt nach Chrissy-Island geworben, was wir uns aufgrund der gespaltenen Meinungen im Netz erspart haben. Die Promenade ist auch eher „ganz nett“, als besonders hervorzuheben. Ein paar Restaurants und die typischen Touri-Shops. Ein Papagei muss an einem Strand-Cafe als Touristenmagnet herhalten – insgesamt sagt es uns nicht sehr zu. Wir gehen einmal auf und ab und ziehen lieber weiter.

 

Sitia – Wer von Palekastro in westliche oder südliche Richtung fahren will, fährt in der Regel erst einmal nach Sitia. Von dort aus geht es dann südlich nach Ierapetra oder westlich nach Agios Nikolaos. Als solcher Knotenpunkt bietet sich Sitia natürlich auch als ein eigenes Ausflugsziel an. Überschaubarer als Ierapetra ist man in Sitia schnell am zentralen Parkplatz und von dort aus zu Fuß in den schmalen Einkaufsgassen bis hin zur Strandpromenade, die hier deutlich anziehender wirkt als noch in Ierapetra. Hier verweilt es sich gerne etwas länger. Ein schöner Hafen, ein breiter Weg am Wasser und die üblichen Strand-Tavernen sorgen dafür, dass man auch ein zweites Mal nochmal hoch und runter spaziert und die vielen Bänke lassen uns in aller Ruhe die gemütliche Abendstimmung einfangen. Wir nutzen die Atmosphäre für ein paar Fotos mit längerer Belichtungszeit und lassen uns dabei gerne länger Zeit.

abendlicher Blick in Sitia

Agios Nikolaos – Na klar, ein Pflichtbesuch, wenn man schon in der Nähe ist. Wir fahren hin und wundern uns, als wir in der Nähe des Hafens aus dem Auto aussteigen. „Was, das soll so toll sein?“ Wir merken aber schnell, dass wir noch nicht auf der richtigen Seite sind und gehen den Weg durch die schönen Einkaufsgassen bis hin zum „See“, das Saint Tropez Kretas. Naja, wir waren zugegebenermaßen noch nicht in St. Tropez, aber wir fragen uns schon, was hier das besondere sein soll? Schön ist es ja, aber ehrlich gesagt nicht schöner, als viele andere Orte auf Kreta. Plakias oder Rethymno können unserer Meinung nach mit ihren Promenaden, mit ihrem Flair insgesamt locker mithalten bzw. stehen dem hier in nichts nach. Ein Besuch ist es wert – keine Frage, aber nicht mehr, ja auch nicht weniger.

Agios Nikolaos

Palekastro – deutlich kleiner als die oben beschriebenen Städte, aber hat doch das gewisse etwas. Eine Hauptstraße führt mitten durchs Zentrum und man hat alles wichtige in nur drei Minuten Durchfahrt gesehen, dennoch können wir nur empfehlen, das Auto abzustellen und die abendliche Atmosphäre hier im Zentrum bei den Bars, Cafes und Tavernen einzufangen. Es hat etwas von einem italienischen Marktplatz mit viel Trubel. Rumlaufende Kindern, die „doch eigentlich schon im Bett sein müssten“ und vielen Einheimischen, die am Abend gemeinsam ein Fußballspiel in der Bar anschauen. Es macht uns Spaß, hier zu sitzen und diese ganzen Eindrücke einzufangen und selbst bei einem leckeren Cocktail, wie auf Kreta gewohnt mit einer Flasche Wasser und Snacks dazu, den Moment zu genießen.

 

Ein Highlight ist noch erwähnenswert bevor es in Richtung zentral Kreta nach Plakias geht: Die Lassithi Hochebene. Mehr davon beim nächsten Mal.

 

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